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„Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.“ (Bertolt Brecht)
Ein Zitat, das jeder Sportler verinnerlicht haben sollte, auch wenn dessen Befolgung nicht immer leicht sein mag. Dies musste auch Christiane Georg vom Yamakawa Karate-Do Ballenstedt/Halberstadt e.V. erfahren: als die Kaderathletin des KVSA (Karate Verband Sachsen-Anhalt) am 3.10.2009 zum World Banzai Cup Open 2009 (Berlin) fuhr, um sich dort mit Sportlern aus ganz Deutschland und dem Ausland zu vergleichen. Nachdem die Nacht bereits früh beendet war, kam die Sportlerin um 9 an der Halle an und begann sich sofort intensiv aufzuwärmen, da der Zeitplan straff gestrickt war. Leider stellte sich schon schnell heraus, dass die für die Kata-Wettbewerbe (Formenlauf) angesetzte Zeit nicht ausreichte; da sich allein für die Kata-Disziplinen über 258 Starter gemeldet hatten. Dadurch verzögerte sich der Start der Halberstädterin um fast 2 Stunden, die sehr an ihren Nerven und Kräften zehrten. Christiane hatte sich lange und intensiv auf diesen ersten Wettkampf nach der Sommerpause vorbereitet. Allerdings schafft es auch eine routinierte Wettkampfsportlerin, die schon viele Turniere erfolgreich absolviert und ihr Können unter Beweis gestellt hat, nicht immer die Nerven zu wahren. So erging es auch der KVSA- Athletin, der es an diesem Tag nicht gelang, ihre Nervosität zu bändigen und daher in einer prägnanten Position ihrer Chatanyara Kushanku, für den Laien unmerklich, wackelte. Für das strenge und gnadenlose Kampfgericht war dies zu deutlich, welches ihr die entscheidende Flagge versagte und mit 2:1 gegen sie stimmte. Christiane kämpfte also und verlor dennoch, doch hätte sie an dieser Stelle den Kampf aufgegeben, wäre auch die Chance auf den 3. Platz vergeben gewesen. Daher musste sie sich wieder sammeln, die Frustration über ihren Patzer hinten anstellen und all ihre Gedanken und Kraft auf die Präsentation ihrer letzten Kata richten. Mit 2:1 konnte sie die Kampfrichter für sich begeistern und sich einen Platz auf dem Treppchen sichern. Dieser Wettkampf zeigte sehr deutlich, auf welch hohen Niveau sich die Turniere des DKV´s (Deutschen Karate Verband) und seiner Mitgliedsvereine, besonders im Vergleich zu anderen Verbänden und Vereinen, bewegen. Ein Niveau das selbst die kleinsten Fehler bestraft, das ein kontinuierliches Training von Kraft, Ausdauer, Kihon (Grundschultechniken) und natürlich der Kata verlangt. In der nicht nur der Ablauf trainiert wird, sondern insbesondere die technische Präzise, das Timing, die Dynamik, so wie die Gesamtwirkung der Kata.
Ein harte und zeitintensive Aufgabe, die Christiane und die anderen Kadersportler mehrmals wöchentlich absolvieren. Welches ihnen aber ermöglicht, ihr Können weiterzuentwickeln und zu den besten Deutschlands zu zählen. Eine Niederlage wie sie Christiane erfuhr, wird dabei nicht als Rückschlag, sondern als Motivation für die nächsten Einheiten und Turniere gesehen. Letztendlich hatte sich die Arbeit von Christiane und ihrem Heim- und Landestrainer Alexander Löwe doch gelohnt, da sie eine Bronzemedaille von einem niveauvollen und großen Turnier mit auf die Heimreise nehmen konnten.
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